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Boucher, Francois

Boucher, Francois

Künstler

Boucher, Francois

Der Maler und Stecher Boucher gehört zu den Hauptvertretern der Rokoko in Frankreich. Er ist am 29. September 1703 in Paris geboren und starb am 30. Mai 1770 in Paris.

Er wurde von seinem Vater Nicolas Boucher, einem Entwurfzeichner für Stickmuster und Ornamente, etwa 1720 in die Lehre zu François Lemoyne geschickt. Es folgte eine Tätigkeit in der Werkstatt des Kupferstechers Jean François Cars. Bereits 1723 erhielt Boucher den Grand Prix de Rome von der Akademie für ein Gemälde biblischen Inhalts. Er ging jedoch erst 1727 nach Italien und kam 1728 nach Rom. 1731, nach seiner Rückkehr nach Paris, begann seine Karriere an der Akademie: Er wurde als Historienmaler aufgenommen. 1737 wurde er zum Professor der Akademie ernannt.

Durch die besondere Protektion der Marquise de Pompadour hatte der Maler großen Erfolg am Hof Ludwigs XV. Er porträtierte sie mehrfach, schuf Dekorationen für sie und gab der künstlerisch talentierten Marquise Zeichenunterricht.
Boucher malte Ölbilder, Tafelbilder, Kaminstücke sowie Fresken in den königlichen Schlössern und Adelspalais. Im Mittelpunkt der dekorativen Werke Bouchers stehen mythologische und gesellschaftliche Motive. Ihren Ausdruck von Anmut und Lebensfreude weiß er durch raffinierte Verfremdungen in der sinnlichen Wirkung zu steigern. Mit den oft sehr gewagten Bildern trifft er den Geschmack des Hofes, aber auch auf heftige Kritik des aufklärerischen Bürgertums.

Kunstwerke