Schmierentheater • Dreimal 1. Klasse Olymp!

Theatergroteske mit Dieter Prochnow und Peter Welk

16. Hildener Literaturkonzert

22.11.2018 | 19.30 - 21.00 Uhr
Eintritt: 10 Euro inkl. eines Getränks (Wein/Wasser)

 

Das Wort Schmierentheater wird gern verwendet, wenn auf den Brettern, die eine Welt bedeuten wollen, von den Schauspielern statt der Schlichtheit die Überdrehung beschworen wird. Nichts gegen Überdrehtheiten oder ausufernde Darstellungskapriolen – auch hier kommt es auf die Dosis an. Ein Schuss zu viel, und aus der Karikatur ist die Schmiere geworden. Eine Gratwanderung.

2018 11 22 Olymp

„Schmierentheater - Dreimal 1. Klasse Olymp!“ erzählt von zwei beinahe schon anachronistisch erscheinenden Exemplaren des klassischen Schmierentheaters, Adam Abend und Buddy Buntbusch, die sich mit entwaffnender Selbstverständlichkeit zu Wort melden werden. Zwei Gescheiterte, zwei lebensbejahende Looser, die vom Autor der Geschichte mit geradezu Dürrenmattscher Hinterhältigkeit in die Klemme getrieben werden.

Die Geschichte beginnt so: Die zum Star gewordene Theaterkollegin Delia Talaan (von Delias Geburtsort Mulm ist sie bis Hollywood durchgestartet, gestorben ist sie in LA) vermacht den beiden in ihrem Testament – als Dankeschön für unvergessene Affären, die sie mit beiden hatte – einen Platz neben ihr im Theater-Olymp. Ein geheimnisvoller Brief lässt die beiden Schauspieler auf dem Friedhof von Mulm zusammentreffen, und die verstorbene Delia lässt sie wissen: Ihr kommt zusammen mit mir zu ewigem Ruhm mit in mein Grab, geräumig und teuer ausgestaltet, ich kann es mir leisten, und in Goldbuchstaben auf dem Granitstein oben drüber sollen neben meinem auch eure Namen stehen, der Nachwelt zur Erinnerung – wenn ihr es bis zum Tag meiner Beerdigung ebenfalls geschafft habt, das Leben hinter euch zu lassen. Das Angebot gilt nur für euch beide zusammen, Einzelplätze werden nicht vergeben. Beide seid ihr achtzig Jahre alt, es kann also nicht so schwer sein, dem Schicksal ein wenig nachzuhelfen. Ewiger Ruhm wird uns Dreien sicher sein, und wir werden Schiller widersprechen, der geschrieben hat: „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze.“ Und der Krimi beginnt.

Mit den Komödianten Dieter Prochnow und Peter Welk (beide im Wilhelm-Fabry-Museum fürs heiter-erbauliche Schmierentheater nicht ganz unbekannt).

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