„Der Otter ist ein listig und boßhafftig Thier"

Kategorien: Ausstellung

Nemo und seine Verwandtschaft einst und jetzt

Ausstellung im Wilhelm-Fabry-Museum vom 30.10.2015 bis zum 6.3.2016

Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 1,50 €


Das Wilhelm-Fabry-Museum präsentiert eine Ausstellung über das faszinierende Leben der Fischotter.

2015-06-25-Nemo01Otter Nemo - bekannt aus Presse und TVWeltweit leben dreizehn verschiedene Otterarten am und im Wasser. Auf allen Kontinenten - außer in Australien und in der Antarktis - besiedeln sie die Ufer von Flüssen, Bächen sowie Seen und finden sogar Lebensraum in überfluteten Reisfeldern und im Meer. Der Europäische Otter war früher in unserer näheren Umgebung heimisch, bevor der Mensch durch Flussregulierungen, Baumaßnahmen, Gewässerbelastung und übermäßige Bejagung ihm den Lebensraum nahm. Die gute Nachricht: Im nördlichen Nordrhein-Westfalen haben die ersten Fischotter, vom Norden kommend, begünstigt durch Renaturierungen und Schutzmaßnahmen, wieder Fuß gefasst.

Ein Vertreter der Wassermarder jedoch hält seit fast zehn Jahren in Hilden, Düsseldorf - ja sogar durch Medienpräsenz in ganz Europa - die Fahne für die Fischotter hoch und wirbt für deren Schutz: „Nemo", der zahme Kurzkrallenotter aus dem Aquazoo der Landeshauptstadt ist Memo und Dr. GettmannNemo und Dr. Gettmannbekannt wie „ein bunter Hund" und gibt immer wieder Anlass, über sich und seine Verwandtschaft zu informieren. Staunend hören Menschen aller Altersgruppen, dass die Otter das dichteste Haarkleid im Tierreich haben, dass der Riesenotter in Südamerika mehr als zwei Meter groß werden kann und dass der pazifische Seeotter bis 100 Meter tief taucht und sogar Werkzeug bei der Nahrungsbeschaffung benutzt.

Verschiedene Otterarten werden als Präparate gezeigt, historische Abbildungen machen erfahrbar, wie verwegen die ersten Vorstellungen der exotischen Arten waren und viele Modelle informieren über Anatomie und Verhalten der Lutrinae, wie der Zoologe diese Gruppe der Marderartigen nennt. Darüber hinaus gibt es Kulturgeschichtliches und Kurioses aus aller Welt über die Otter zu berichten. So kann über „ottrige" Kinderbücher, Plüschtiere, Kleidung, Schmuck und Geschirr gestaunt werden, aber auch Briefmarken und Münzen, Lebensmittel und Koch- sowie Medizinrezepte werden in Zusammenhang gebracht. Und natürlich haben sich viele Menschen bereits dem pelzigen Marder künstlerisch genähert, sei es in der Literatur sowie der Malerei oder Bildhauerei.

 

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