Mysteriöse Todesfälle im Spiegel der Medizingeschichte

Kategorien: Vortrag

Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Ferdinand Peter Moog M.A.,

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Uniklinik Köln

21.03.2019 | 19.30-21.00 Uhr
Eintritt: 5,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

 

2019 03 21 cleopatraDie retrospektive Diagnose ist in der Medizingeschichte höchst umstritten, aber ebenso beliebt. Immer wieder wird anhand mehr oder weniger verlässlicher Zeugnisse versucht, die Krankheiten oder Todesursachen großer Gestalten der Geschichte zu identifizieren, ja manchmal sogar deren Erfolg oder deren Scheitern gerade als Folge von Krankheit und Leiden zu begründen.

Noch spannender wird die Angelegenheit freilich, wenn es sich um Todesfälle mit ungewöhnlichen oder gar verdächtigen Begleitumständen handelt. Dann wird die retrospektive Diagnose zur retrospektiven Kriminalistik, wobei naturgemäß ein breites Übergangsfeld zwischen medizinischem Scharfsinn, historischer Schlüssigkeit und blühender Phantasie besteht. Der Reiz liegt wohl in der Sache selbst: Die verbreitete spannungsvolle Freude und das engagierte Miträtseln bei der Lektüre eines Kriminalromans werden gleichsam auf die Geschichte und ihre bekannten Protagonisten übertragen.

Der Vortrag soll einige mysteriöse Todesfälle von Großen der Geschichte vorstellen, die den Forschergeist wie die Phantasie von Gelehrten verschiedener Disziplinen angeregt haben: Wie kam Kleopatra VII. Philopator, die letzte Ptolemäerin, zu Tode? Wer schoss im Dunkel der Nacht auf König Karl XII. von Schweden? Und vielleicht ist gerade der Vortrag selbst ein Beleg für die oft zu hörende Feststellung, dass gerade der mysteriöse Tod mancher Person ihr ein besonders langes und reges Nachleben beschert hat.

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