"Nein, es waren nicht die Amerikaner" - Hintergründe zu einem berühmten Foto

Beginnt am 28. Juli 2022 19:30

Vortrag von Michael Ebert

1972 geht ein Foto um die Welt, das unser Bild vom Vietnamkrieg, ja von allen Kriegen veränderte; Das „Napalm-Mädchen“ von Nick Ut. Als „An icon of photography for all time“ wird Horst Faas, damals AP-Fotochef in Saigon, Jahre später das Foto bezeichnen. Seither steht dieses Pressefoto stellvertretend für die Greuel, unter der besonders die Zivilbevölkerung in den modernen asymmetrischen Kriegen leidet. In den 50 Jahren seit der Entstehung des Bildes war es Thema von unzähligen Publikationen. Doch wie so oft bei ikonischen Bildern, sind auch über das Napalm Mädchen jede Menge historische Ungenauigkeiten und Falschinformationen in Umlauf, die mit stoischer Ignoranz wiederholt werden. Damit wurde die Wirkungsgeschichte und Rezeption des Bildes nachhaltig verändert.

Der Vortrag ist der Versuch, die Ereignisse vom 8. Juni 1972 und die Rolle der Beteiligten möglichst umfassend zu rekonstruieren, und darin die Wurzeln für die späteren Verwischungen festzumachen. Dieser Vortrag stützt sich auf die persönlichen Aussagen und Erinnerungen aller noch lebenden Beteiligten sowie auf die minuziöse Auswertung des kompletten, noch vorhandenen Materials.

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Teilnahmegebühr: 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro).

Es gelten die tagesaktuellen Regelungen im Sinne des Coronaschutzes.

© 2020, Wilhelm-Fabry-Museum Hilden