"Into Space" - Charles Wilp

Von 13. Juni 2021 bis 26. September 2021

Ausstellung
13. Juni bis 26. September 2021

Eintritt: 3,00 Euro, ermäßigt: 1,50 Euro01 CWS PHOTOGRAPHER XL web

Zu seinen Weggefährten, Freunden und Kollegen zählten u. a. Man Ray, Yves Klein, Andy Warhol und Joseph Beuys. 1972 hatte er mit seinen Bildern des „Konsumrealismus“ und der „Entstehungdes Lebens“ eine Einzelausstellung auf derdocumenta 5.

1961 ernennt der Künstler Yves Klein Wilp zum „Prince of Space“ und überlässt ihm kurz vor seinem Tod symbolisch 777777 Kubikmeter endlosen sensibilisierten Raum. Zwei Jahre zuvor erschien die auf der Homepage des Museums of Modern Art (MoMA) gelistete Langspielplatte „Tanz der Leere“ von Yves Klein und CharlesWilp. Auf ihr ist lediglich das Kratzen der Saphir-Nadel beim Abspielen zu hören; sie verkaufte sich mehr als 20.000 Mal. Diese LP knüpft an Kleins visuelle Werke und seine Überlegungen zur Leere an, die Wilp fotografisch dokumentierte. Musik hat für Wilp wie auch für den Astronauten Ulf Merbold Parallelen zur Raumfahrt, Musik sei schon immer die schwereloste Kunst überhaupt gewesen, resümierte Charles Wilp.

Seine Faszination für das Weltall und die Musik scheint biografisch geprägt zu sein. Nach Aussagen von Wilp sei seine Mutter Pianistin gewesen, die Stummfilme wie „Die Frau im Mond“ von Fritz Lang musikalisch begleitete. Sie soll zum Kreis um den deutschen Raketenforscher und späteren NASA-Chef Wernher von Braungehört haben, auch darin begründe sich Wilps frühe Begeisterung für den Weltraum. Die Idee zu den Afri-Cola-Spots sei ihm gekommen, als er den Weltraumpionier Wernher von Braun bei der NASA besuchte und dort ein Poster von einem Pin-up-Girl durch eine vereiste Glastüre sah.

Der Künstler, der sich den Namen „ARTronaut“ gab, nahm an mehreren Parabelflügen teil. Die Schwerelosigkeit war für ihn nach eigenem Bekunden die Triebkraft der Kreativität. Als erster Künstler ließ er 1986 eigene Werke, die sogenannten „Space Sculptures“, mit ins All reisen.

Dialogisch ergänzt wird diese Ausstellung durch eine Präsentation im Kunstraum mit dem Titel „Kunst im Rausch der Werbung“. Die beiden Ausstellungen entstehen in enger Kooperationmit dem Fotografen Ansgar Maria van Treeck. Er arbeitete acht Jahre mit Charles Wilp zusammen und war mit dem Medienkünstler befreundet. In Vorbereitung auf die Präsentationen fand ein Praxisseminar am Institut für Kunstgeschichte der HHU Düsseldorf statt, in dem auch die zur Ausstellung erscheinende Publikation „Kunst im Rausch der Werbung“ in wesentlichen Teilen zusammengestellt wurde.

Hier ist der Flyer zur Ausstellung abrufbar.

© 2020, Wilhelm-Fabry-Museum Hilden