Besuch in der School of Architecture der Fachhochschule Düsseldorf

 

Architekturstudenten der Fachhochschule Düsseldorf haben Pläne für eine Erweiterung des Gebäudes entwickelt. Eine Jury wird im September den Wettbewerbssieger auswählen.

aus Rheinische Post vom 16.07.2008 von Manfred Müschenig

 

2008-07-16-Museum3Andreas Patermann hat starke Rundungen in seinen Entwurf integriert. Foto: Manfred MüschenigWie das Wilhelm-Fabry-Museum durch einen Erweiterungsbau weit über Hildens Stadtgrenzen Bedeutung erlangen könnte, darüber haben sich neun Studenten der Peter Behrens School of Architecture der Fachhochschule Düsseldorf während der letzten Wochen in ihren Diplomarbeiten Gedanken gemacht. Sicher sei das eine oder andere Detail noch überarbeitungsbedürftig, aber insgesamt zeigten die Arbeiten doch, welche Möglichkeiten sich hier für die Stadt Hilden eröffneten, erläuterte gestern Professor Dierk van den Hövel.

Der Preisträger des Hildener Sparkassen-Neubaus war beim Bummel durch Hilden auf die interessante Hinterhof-Atmosphäre des Wilhelm-Fabry-Museums aufmerksam geworden und hatte die Beschäftigung mit dem Thema seinen Studenten als Diplomarbeit vorgeschlagen. Die Aufgabenstellung: Umbau und Erweiterung des Museums unter Einbeziehung der Kornbrennerei und Schaffung von mehr Räumlichkeiten für Ausstellungsstücke sowie für Veranstaltungen und Gastronomie, die auch außerhalb der Museums-Öffnungszeiten für Belebung des Hauses sorgen sollten.

Alle Studenten haben in ihren Konzepten auf die Integration des Altbaus verzichtet und statt dessen ein neues, größeres Gebäude geplant. Bei einer Einbeziehung würde der Neubau viel zu hoch und so die historische Brennerei optisch erschlagen, merkte van den Hövel an. Beim Übergang zur Kornbrennerei wurde überwiegend Glas als verbindendes Element eingesetzt, häufig mit der Caféteria im Untergeschoss, verspielten Emporen oder Rundgängen zum Wandeln zwischen den Gebäuden.

Etwas aus dem Rahmen fällt die Arbeit von Andreas Patermann aus Bad Mergentheim. Der 27jährige hat als einziger starke Rundungen in sein Konzept integriert, kann sich den großen Raum im Untergeschoss auch sehr gut als Veranstaltungsort für Theater und Konzerte vorstellen, er erinnert ein wenig an eine Manege oder einen Schauspielhaussaal. Das neue Museumsgebäude hat er indes eher schlicht gehalten und setzt bei den Ausstellungsräumen auf sehr dunkle Farbtöne. Da könne man die ausgestellten Exponate umso besser ins rechte Licht setzen, betonte Patermann. Einen interessanten Vorschlag mit einer sehr großzügigen Unterkellerung des gesamten Areals zeige auch die Arbeit von Inara Jaunzeme, hier könne eine Art Museumstunnel in Szene gesetzt werden, erläuterte Dierk van den Hövel.

Der Professor der Fachhochschule Düsseldorf kann sich sehr gut vorstellen, dass das Wilhelm-Fabry-Museum in einem langfristigen Konzept noch erweitert werden kann. Die Bereinigung der Garagensituation würde das Gelände insgesamt ebenso aufwerten wie eine Öffnung des Grundstückes in Richtung Berliner Straße, ist er überzeugt.

Der Hildener Kulturdezernent Reinhard Gatzke, der sich die Entwürfe gemeinsam mit einer Delegation aus Kultur-und Stadtentwicklungsausschuss sowie Verwaltung angeschaut hatte, war beeindruckt von den „interessanten Ideen von hoher Qualität". Was ihn besonders überzeugte: „Alle Entwürfe gehen von dem vorhandenen Grundstück aus." Die Realisierung dieser Vision brauche „natürlich intelligente Lösungen für die Finanzierung".

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