Studenten aus Düsseldorf nahmen an Wettbewerb teil. Erster Preis für Andreas Patermann (28).

Das Wilhelm-Fabry-Museum an der Benrather Straße 32 a soll künftig nicht nur Ausstellungs-, sondern auch Erlebnis- und Lernort sein.
aus: NRZ vom 12.09.2008 von Daniel Wiberny

 

patermannSo wünscht sich Andreas Patermann die Präsentation der medizinisch-historischen Sammlung. Foto: Daniel RothWie das konkret aussehen könnte - damit haben sich Studierende der Peter Behrends School of Architecture in Düsseldorf in ihren Diplomarbeiten beschäftigt, in diesem Sommersemester verschiedene Konzepte und Modelle über einen Zeitraum von rund 13 Wochen entwickelt. Die Stadt hat daraus einen Wettbewerb gemacht und eine Jury die besten Ideen nun prämiert. Andreas Patermann hat am Ende die Nase vorn, darf sich über 1000 Euro freuen. Der 28-jährige gebürtige Franke (Note 1,3 in der Diplomarbeit) sei "besonders in die Tiefe gegangen", sagt Jury-Mitglied Hans-Heinrich Helikum, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses.

 

Glasbau verbindet Museum und Kornbrennerei

Durch einen eleganten Glasbau will Patermann das Museum mit der Historischen Kornbrennererei verbinden. Ein Cafe? im Zentrum soll zum Treffpunkt, die medizin-historische Sammlung als Dauerausstellung im Erdgeschoss präsentiert werden. Patermann schwebt ein dunkler Raum mit Glasvitrinen vor, in denen die verschiedenen Ausstellungsstücke angestrahlt werden. Dazu wünscht er sich eine audiovisuelle Show.

Im Untergeschoss will er rund 250 Quadratmeter Ausstellungsfläche schaffen. "Darüber hinaus wäre dort zum Beispiel temporär Platz für Theater", so Patermann, der in der ersten Etage Sonder- und Wechselausstellungen, außerdem einen Bereich für die Verwaltung und ein Dachgeschoss (Lüftung, Technik) vorsieht.

Wichtig ist dem 28-Jährigen, dass das Kinderatelier ein eigenes Gebäude bekommt, um es mehr herauszustellen. "Und zwar dort, wo heute der Griechische Club ist", sagt Patermann. "Ein Skulpturengarten soll sich anschließen, ebenso ein Spazierweg zur Hinterseite des Kesselhauses." Er wünscht sich zudem, dass der Garagenhof ("Ein Schandfleck") verschwindet und westlich des Museums ein Anbau entsteht, um die Sammlung zu erweitern.

"Das Planungsamt wird aus allen Ideen der Wettbewerbsteilnehmer einen städtebaulichen Entwurf entwickeln", sagte Reinhard Gatzke, Beigeordneter und Jury-Mitglied. Einen Zeitplan für Umbau und Erweiterung des Museums gibt es noch nicht. Grundstücksfragen müssten auch noch geklärt werden. "Bis zum Wilhelm-Fabry-Museum 2010 wird da nichts passieren", so Helikum. Museumsleiter Wolfgang Antweiler war aber jedenfalls schon mal "von der Ideenvielfalt beeindruckt".

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