Großer Andrang bei der Eröffnung der sechsten Themenausstellung

Der Andrang bei der Eröffnung der sechsten Themenausstellung im Wilhelm-Fabry-Museum war wie erwartet groß. Die Finissage ist am 15. Februar.
aus: NRZ vom 21.10.2008 von Haffsa el Hasbouni

 

2008schmerz03Fotos: Stadtarchiv, Michael KrambrockDie Hand ist zur Faust geballt, mit festem Griff packt sie die blau-linierte Decke. Scheinbar einfach in der Gestaltung, ist die Aussage des Werkes eindeutig. Der Titel der Fotografie: "Schmerzen". Diese Arbeit von Cornelias Schoenwald ist eines von 63 Exponaten, das im Wilhelm- Fabry-Museum, Benrather Straße 32a, zu bestaunen ist. Und zwar im Rahmen der sechsten Themenausstellung "Schmerz - Bilder vom Menschen", die nun eröffnet wurde.

 

Handelt es sich schlicht um ein bekanntes Reiz-Reaktionsmuster, ein Warnsignal des Körpers? Ist der Schmerz vielleicht ein ständig unerwünschter Begleiter oder vielleicht sogar eine Lebensquelle? Wie individuell die Antworten ausfallen, zeigte die breite Palette der ausgestellten Werke der insgesamt 53 Künstler.

2008schmerz04Fotos: Stadtarchiv, Michael KrambrockElend, Kummer, geschundene Körper und zerrissene Seelen - jede Arbeit visualisierte diese komplexe Sinneswahrnehmung auf ihre Weise. In Ölgemälden, Fotografien, Radierungen, Skulpturen, Installationen oder Collagen.

Vor allem bei der Komposition der Werke, mit denen sich wie erwartet zahlreiche Besucher bei einem Rundgang beschäftigten, hatte sich Kunsthistorikern Sandra Abend Gedanken gemacht: Je kleiner der Raum, desto intimer die Begegnung mit dem Schmerz. Zum Auftakt stoßen die Besucher auf Exponate, die sich mit körperlichen Schmerz und seiner Linderung befassen. Im größten Raum macht das Schmerzempfinden einen Exkurs in die Geschichte. Schmerzhaft anzuschauen sind hier Bilder von Krieg, Folter, Gefangenschaft und Vertreibung. Der kleinste Raum erfasst schließlich intimere Themen wie Frauenbeschneidung, Kinderschändung und Amputationen.

Bis 15. Februar sind die Werke im Museum zu bewundern. Dann gibt es auch eine Finissage inklusive Publikumspreis.

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