Theaterklasse der Musikschule Hilden im Wilhelm-Fabry-Museum

Junge Schauspieler aus der Theaterklasse der Musikschule zeigen im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums "Viel Lärm um Nichts" - mit Erfolg.
aus: NRZ vom 09.02.2009 von Hafssa el Hasbouni

 

 

200902spettacoloWilliam Shakespeares Stoff handelt von der Liebe - eine zeitlose Angelegenheit. NRZ-Foto: Judith MichaelisEs war geschafft. Zwei Mal wurde die Premiere verschoben, am Samstag ging sie dann im Fassraum des Wilhelm- Fabry- Museum über die Bühne: Die Theaterklasse der Musikschule präsentierte "Viel Lärm um Nichts" von William Shakespeare.

Die harte Arbeit des sympathischen Ensembles trug Früchte und ihre Leiterin Barbara Engelmann ein Nervenkostüm - sorgfältig geschneidert aus Sorgen, Ängsten und der Frage "Wird es gut gehen?" Es wird.

Aber der Reihe nach: Vor 14 Monaten fingen das Theaterkollektiv MSH Spettacolo mit der Arbeit an der neuen Produktion an. Shakespeares Komödie sollte es sein. "Wegen des zeitlosen Stoffes", sagte Engelmann. Es geht um Liebe. Um die Liebe zwischen dem Grafen Claudio und der Gouverneurstochter Hero, zwischen den ewigen Streithähnen Benedikt und Beatrice. Dumm nur, dass die Abgründe des menschlichen Herzens in Gestalt von Erzfeind Don Juan dazwischenkommen...

Die zehn Schauspieler, darunter nur drei Jungs, haben sich mit dem Stück identifiziert. "Unbewusst habe ich den Blick eines Don Juan auch nach den Proben noch drauf", erzählte Christopher Ketzer, für den das Schauspielen Selbst-Therapie sei. Auch Kollegin Sophia Volk ist die Rolle in Fleisch und Blut übergangen.

Keine Berührungsängste

"Unglaublich wie wir uns gesteigert haben. Am Anfang waren wir so schlecht", so die 17-jährige lachend.

In fremde Rollen schlüpfen und Berührungsängste abbauen - auch Julian Berg hat Gefallen daran gefunden. Als Beruf wäre ihm das zu unsicher, er studiert lieber Physik.

Jan Widlok und Julia Heydkamp nehmen das Risiko auf sich: Sie wollen auf die Bühne, gerne auch nach Hollywood. Ein Schauspiel-Studium kommt für beide infrage.

Mit ruhiger Gelassenheit erzählten sie vor ihrem Auftritt von ihren Plänen, kein Anzeichen von Nervosität.

Ob es für Hero und Claudio ein glückliches Ende gibt und wie Beatrice und Bendikt zueinander finden, zeigt sich heute in letzten von drei Vorstellungen: "Vorhang auf die Spettacolos" um 19.30 Uhr im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums. Karten kosten für Erwachsene sieben und Schüler fünf Euro.

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