Jean-Leon GéromeJean-Léon Gérome
* 11. Mai 1824 in Vesoul, Haute-Saône; † 10. Januar 1904 in Paris
Jean-Léon Gérôme, der Sohn eines Goldschmieds, kam im Alter von 17 Jahren nach Paris. Hier war er Schüler von Paul Delaroche, den er 1844 auf einer Italienreise begleitete. Er erkrankte auf der Reise und musste bereits nach einem Jahr nach Paris zurückkehren. Hier setzte er seine Studien bei Charles Gleyre fort.

1847 debütierte Gérôme auf dem Salon de Paris mit seinem Gemälde Un combat de coqs (Hahnenkampf), für das er eine Auszeichnung erhielt. Der Kunstkritiker Théophile Gautier zeigte sich in seiner Einschätzung beeindruckt von dem Werk. Gérôme nahm darauf regelmäßig an dieser jährlichen Kunstausstellung teil und gewann weitere Preise. Nach seinem Erfolg auf den Salons erhielt zahlreiche Aufträge, besonders für großformatige historische Gemälde.

Zu seinen bevorzugten Sujets gehören der Orientalismus sowie historische und mythische Themen. Wesentlichen Einfluss auf seine Malerei hatten seine Reisen in die Türkei (1854) und nach Ägypten (1857). Gérôme war ein erbitterter Gegner des Impressionismus.

1863 ernannte ihn die Pariser École des Beaux-Arts zum Professor. 1875 wählte ihn die American Academy of Arts and Sciences zum Mitglied; 1878 wurde er in die Ehrenlegion aufgenommen; weitere Mitgliedschaften wurden ihm in der Royal Academy of Arts (1869, Hon RA) und der Académie des Beaux-Arts zuteil.

Gérôme heiratete im Januar 1863 Marie Goupil (1845–1912), die Tochter des Kunsthändlers Adolphe Goupil (1806–1893). Das Paar lebte an der Rue de Bruxelles in Paris. Aus ihrer Beziehung gingen vier Töchter und ein Sohn (Jean, † 1891 im Alter von 27 Jahren) hervor.

Fast 80 Jahre alt starb Gérôme am 10. Januar 1904 in Paris. Sein Begräbnis auf dem Friedhof Montmartre fand mit militärischen Ehren statt. Sein Grab wird von einer von ihm entworfenen Trauerstatue geschmückt. aus: Creative-Commons-Lizen Wikipedia


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