Sciathericon GrafikDiesen #Depotdienstag stellen wir (in Vorbereitung auf unsere Wunderkammerausstellung) diese Sciathericon Grafik aus dem Buch Ars magna lucis et umbrae des Gelehrten Athanasius Kircher (1671) vor.

Im Bildzentrum ist ein Mann mit geöffnetem Vorderkörper zu sehen. Am linken und rechten Bildrand befinden sich jeweils sechs der zwölf Monate mit Abbildung des entsprechenden Sternzeichens. Gepunktete Linien ordnen verschiedene Stellen des Körpers den Monaten zu. In den Zeilen der Monate stehen zudem Krankheiten, sowie Heilmethoden. Damit dient diese Darstellung der Zuordnung einiger Beschwerden und Krankheiten der Menschen zu den Monaten und funktioniert wie ein Kalender oder eine Uhr für die Krankheiten.

 

Ira MeeresstilleUnd weiter geht es mit Favoriten aus der Ausstellung. Auch diese Besucherin mag ein Bild von Andrea Temming besonders:

Das Bild ist bereits auffällig durch den schönen leuchtend goldenen Hintergrund. Wenn man es sich genauer ansieht, kann wahrscheinlich jeder eine andere Botschaft darin entdecken, etwa die Kommunikation beziehungsweise den Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier, die Aussagekraft von Körperhaltung oder durch den goldenen Hintergrund einen Zusammenhang von Luxus und einem eher unglücklich wirkendem Gesicht. Mir sticht vor allem die Wirkung der Körperhaltung ins Auge. Der federleichte Vogel sitzt auf der Schulter einer blonden Frau, die sich scheinbar von der Außenwelt in eine innere zurückgezogen hat. Sie scheint diffus auf den Boden zu schauen, aber man bemerkt das Ohr, welches einem zugewandt ist - genau oberhalb des Auges des Vogels. Wahrscheinlich ist sie vollständig auf dieses Sinnesorgan konzentriert und in Wirklichkeit nicht abwesend. Es ist eine schöne Erinnerung, Menschen nicht zu schnell in eine Schublade zu stecken, sondern genauer hinzusehen.

 

Weihnachtsgru GroWir wünschen Euch allen eine schöne Adventszeit!

 

Dani Michaelis MeeresstilleAuch unsere Mitarbeiterin Daniela Michaelis hat ein Lieblingswerk in der Ausstellung "Meeresstille". Warum das so ist erklärt sie selbst:

"Dieses Werk ist eines von Dreien einer Reihe von Andrea Temming, die wir zeigen. Und besonders dieses spricht mich immer wieder an. Ich spüre hier so sehr die Isolation in der Stille, ich fühle eine Traurigkeit beim Anblick dieses jungen Mannes, zurückgezogen in eine Ecke des Raums und selbst das Megaphon vermag ihn nicht zu erreichen.

Mein Licht in diesem Bild ist sein Buch, welch ein Segen, er liest…"

 

Lillih Bitzer MeeresstilleWeiter geht es mit der Vorstellung der Lieblingswerke aus der Ausstellung "Meeresstille". Heute erzählt euch unsere Mitarbeiterin Lilith Bitzer etwas über ihr Lieblingsstück:

"Die Fotos der Fotoserie Apokalypse I-IV sind meine Lieblingsarbeiten in der Ausstellung.

Die Künstlerin Christiane Rath hat es geschafft, dass die Aufnahmen einerseits kraftvoll und etwas düster erscheinen, andererseits aufgrund ihrer dichten Bildkomposition auch einen romantischen Einschlag bekommen und fast wie Malerei wirken.

Bei längerem Betrachten bekommt man das Gefühl als würden die Wolken sich bewegen. Daher laden insbesondere diese Fotografien zum Verweilen ein."

Wie gefallen euch die Werke der Künstlerin?

© 2020, Wilhelm-Fabry-Museum Hilden