Aderlass Becken GroSo schön harmlos schimmernd steht diese Schale am heutigen #depotdienstag da und lässt dabei nicht auf ihren einst blutigen Inhalt schließen. Es handelt sich um ein Aderlass-Becken, zu erkennen an der konkaven Wölbung des Randes, an der der Arm des Patienten abgelegt wurde. Mit einem Schnepper – wir haben euch einen solchen im April gezeigt – wurde die Vene angeritzt, so dass das Blut über den Arm in die Schale abfließen konnte.

Zurückzuführen ist dieses Verfahren auf die in der Antike entwickelte Säftelehre und fand auch zu Zeiten Fabrys Anwendung, bestand der Verdacht auf ein Ungleichgewicht der Körperflüssigkeiten z.B. aufgrund von hohem Fieber. Zwar hat sich die Medizin inzwischen von derlei Theorien abgewandt, jedoch kann der Aderlass bei speziellen Erkrankungen auch heutzutage noch erforderlich sein.

Foto: Peter Siepmann

 

Transport Out of Space 1Die Bilder sind auf dem Weg nach Hilden. Wir freuen uns auf die Eröffnung der Kabinettausstellung "Out of Space" von Ulrike Arnold und Victor van Keuren am kommenden Freitag um 16 Uhr. Noch mehr freuen wir uns natürlich, wenn viele von euch dabei sind...

P.S.: Vielleicht kennt der ein oder andere Ulrike Arnold ja noch aus ihrer Zeit als Lehrerin an der Wilhelm-Fabry-Realschule, an der sie in den 70er und 80er Jahren Kunst und Musik unterrichtet hat?

 

 

 

2021 06 13 Ausstellungserffnung Into Space Charles Wilp 002 GroAm Sonntag wurde die Ausstellung "Charles Wilp. Into Space" eröffnet. Eine kleine Bilderstrecke von dieser wunderbaren Veranstaltungen möchten wir euch nicht vorenthalten.

 

2021 06 12 Ausstellung ber den Himmel hinaus Henriette Astor Friedel W Warhus 009 GroFotos von der wunderbaren Eröffnung der Kabinettausstellung "Über den Himmel hinaus" von Henriette Astor und Freidel W. Warhus im Fassraum möchten wir euch nicht vorenthalten.

Noch bis zum 20. Juni könnt ihr euch die Installation während unserer Öffnungszeiten ansehen.

 

Adolph Leopold Richter GroDer preußische Militärarzt und wissenschaftliche Schriftsteller Adolph Leopold Richter liefert uns für den heutigen #depotdienstag spannende Einblicke in sein Werk „Theoretisch-praktisches Handbuch der Lehre von den Brüchen und Verrenkungen der Knochen“ von 1828.

Auf Tafel 39 der 40 Lithographien, die als Beiwerk erschienen sind, bekommen wir eine Vorstellung von den orthopädischen Methoden der damaligen Zeit: Zu sehen sind Repositionen von Hüftkopf, Knie oder Fuß nach einer Verrenkung aber auch Behandlungsmethoden von Arm-, Schlüsselbein- oder Rippenbrüchen.

Letztere werden heutzutage bekanntermaßen nicht mehr gerichtet und auch sonst können wir uns beim Anblick dieser sperrigen Konstruktionen glücklich schätzen, in einer medizinisch fortschrittlicheren Zeit zu leben!

© 2020, Wilhelm-Fabry-Museum Hilden