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KUNST HEILT

Thomas Baumgärtel  
vom 24. September - 6. Dezember 2020

Eintritt: 3,00 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

Anmeldung zu Vernissage am 24. September bis zum 22. September, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 02103 - 5903

Die Ausstellung "Kunst heilt" war lange vor der Corona-Pandemie geplant, und nun erscheint die These, dass Kunst heilen kann, interessanter denn je. Baumgärtel, der als Bananensprayer international bekannt geworden ist, sollte eigentlich Mediziner werden und absolvierte seinen Zivildienst in einem katholischen Krankenhaus. Dort arbeitete er in der chirugischen Ambulanz und auf der Intensivstation. Nahezu parallel zu seinem Studium der Freien Malerei studierte Baumgärtel Psychologie auf Diplom. 

Die suggestive Wirkung der global verständlichen Arbeiten von Thomas Baumgärtel verweisen auf die Schnittstellen von Kunst und Medizin und gehen weit darüber hinaus. Sie provozieren oft, ironisieren gelegentlich und halten konsequent Tuchfühlung zu Gesellschaft und Gegenwart. 

NEUIGKEITEN

Der berühmte Hildener Wundarzt Wilhelm Fabry wird 460 Jahre alt!

Am 25. Juni 1560 wurde der Begründer der modernen Chirurgie Wilhelm Fabry auf dem Gut „in der Schmitten“ in Hilden geboren. Zu dieser Zeit war Hilden ein Dorf mit rund 550 Einwohnern. Fabry lebte in einer sehr bewegten Epoche voller Umbrüche, Entdeckungen und Innovationen, die aber auch von politischen und religiösen Unruhen geprägt war. Auf dem Gebiet der Medizin verdanken wir Fabry bahnbrechende Innovationen, die er für die Nachwelt in zahlreichen medizinischen Schriften dokumentierte. Und das, obwohl er als einfacher Wundarzt kein studierter Mediziner war. Dank seiner Geschicklichkeit und seiner wissenschaftlichen Methodik, dank seiner präzisen Beobachtungen und verantwortungsbewussten Behandlungen brachte er einen Stand zu neuem Ansehen, in dem damals viele Scharlatane ihr Unwesen trieben. 1585 zog es den wissbegierigen jungen Mann in die französische Schweiz, wo bedeutende Ärzte lehrten und praktizierten. In Genf lernte er nicht nur den renommierten Chirurgen Jean Griffon kennen, sondern auch die Hebamme und Wundärztin Marie Colinet, die er 1587 heiratete. In ihrer gemeinsamen Arbeit waren sie ein kongeniales Team.
neues Fabrybuch1589 kehrt der reformierte Christ Wilhelm Fabry nun mit seiner Frau, einem enormen Wissen und neuen Heilmethoden nach Hilden zurück. Aufgrund seiner großen Behandlungserfolge wurde er häufig konsultiert. Später siedelt er nach Köln um, dort erschien 1593 auch sein erstes Buch, in dem er sich mit dem heißen und kalten Brand beschäftigte. Es wurde ein voller Erfolg und schon zu seinen Lebzeiten zehnmal neu aufgelegt.
Fabry beherrschte nicht nur die lateinische und französische Sprache, sondern hatte auch Kenntnisse im Griechischen. Seine Korrespondenz mit den bedeutendsten Ärzten und Wissenschaftlern aus ganz Europa zeugen von einem internationalen Gedankenaustausch in einem großen Netzwerk und belegen die hohe Anerkennung, die der Wundarzt genoss. 1615 zog die Fabrys nach Bern, wo er bis zu seinem Tod die Stellung des städtischen Amtschirurgen innehatte.
Der Museums- und Heimat Verein, heute "Unser Hilden e. V.", half 1989 das Wilhelm-Fabry-Museum zu gründen. Das Museum besitzt eine einzigartige Sammlung zur Medizingeschichte. In themenbezogenen Ausstellungen wird Wilhelm Fabry als Netzwerker, Humanist und reformierter Christ in seiner Lebenswelt vorgestellt und gewürdigt. In Wechselausstellungen zeigt das Museum Präsentationen mit den Schwerpunkten, Medizin, Wissenschaft, Forschung oft umgesetzt von Künstlerinnen und Künstlern.
Das Haus an der Benrather Straße bewahrt und pflegt das Lebenswerk des bedeutenden Wundarztes, nimmt die Ideen und die humanistische Einstellung des weltoffenen Menschen auf und versucht so sein Erbe lebendig zu halten. In der zweiten aktualisierten Broschüre „Wundarzt, Visionär, Weltbürger – Wilhelm Fabry“, herausgegeben vom Rotary Club Hilden-Haan, erfährt man mehr über das bewegte Leben des Wundarztes Fabry.

   

DAS WILHELM-FABRY-MUSEUM UND DIE HISTORISCHE KORNBRENNEREI

Das Museum liegt etwas verborgen. Doch wer einmal den Weg hierhin gefunden hat, wird schon durch den ungewöhnlichen Ausstellungsort belohnt. In der „Dampfkornbranntwein-Brennerei Vogelsang" an der Benrather Straße in Hilden wurde seit 1864 Korn gebrannt. Nach mehrjährigem Dornröschenschlaf seit der Stilllegung 1979 wurde die Anlage 1985 vom „Förderkreis des Museums der Stadt Hilden", heute Unser Hilden e.V. - Museums- und Heimatverein, als geeigneter Standort für ein Museum vorgeschlagen. Die Idee fand schnell Zustimmung in Rat und Verwaltung. Der hinzugezogene Landschaftsverband Rheinland bestätigte in einem Gutachten den besonderen Wert des Gebäudeensembles. Mit der 1887 eingebauten Dampfmaschine ist es ein einzigartiges Industriedenkmal für das Rheinland. Die Anlage wurde unter Denkmalschutz gestellt, und die gegenüberliegenden Geschäfts- und Lagerräume zum Wilhelm-Fabry-Museum umgebaut. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten fand am 17. September 1989 die Eröffnung statt.

Das Wilhelm-Fabry-Museum ist benannt nach dem berühmtesten Hildener, Wilhelm Fabry. Sein Name ist Programm, im Museum ist fast alles auf Arzt und Patient, Diagnose und Therapie, Krankheit und Heilung ausgerichtet. Das Museum versteht sich als medizinhistorisches Spezialmuseum, das die Zeit Wilhelm Fabrys in das Zentrum rückt. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Sammlung in der Frühen Neuzeit. In den Ausstellungsaktivitäten findet das Thema „Medizin in der Kunst“ in seinen zahlreichen Facetten große Beachtung. Auf Grund dieses Alleinstellungsmerkmales ist es dem Wilhelm-Fabry-Museum in den letzten zwei Jahrzehnten gelungen, sich einen festen Platz in der dichten Museumslandschaft des Rheinlandes zu verschaffen und sogar dauerhaft überregional wahrgenommen zu werden.
  

historische Dampfmaschine

   

 

Link zur Kornbrennerei
Link zu Person Wilhelm Fabry

  

ÖFFNUNGSZEITEN:

Di/Mi/FR: 15 – 17 Uhr
Do: 15 – 20 Uhr
Sa: 14 – 17 Uhr
So: 11 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr

Geschlossen: Karfreitag, 24., 25., 31. Dezember und 1. Januar.

Besucherparkplätze: Parkhaus Stadthalle, ca. 3 Min. und Parkhaus Nove-Mesto-Platz ca. 5 Min. entfernt.

ADRESSE | KONTAKT
Benrather Straße 32a | 40721 Hilden
Telefon: 0 21 03 / 59 03
info(at)wilhelm-fabry-museum.de
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Sie erreichen das Museum mit den Buslinien 783, 784, 785 und O3.
Haltestelle "Fritz-Gressard-Platz/Wilhelm-Fabry-Museum"
Der S-Bahnhof "Hilden" mit der S1 ist nur wenige Minuten entfernt.

 

UNSER TEAM

Dr. Sandra Abend

Dr. Sandra Abend

Museumsleiterin, Konzeption,
Veranstaltungsplanung

Daniela Michaelis

Daniela Michaelis

Sekretariat, Verwaltung,
Kinder-Kunst-Aktionen

Bernd Harreuter

Bernd Harreuter

Technischer Dienst,
Ausstellungsvorbereitung

   

 

EINBLICKE IN EINE EINZIGARTIGE SAMMLUNG 

medizinische Keramik
Operationsbesteck eines Feldmediziners

© 2020, Wilhelm-Fabry-Museum Hilden