Recht eingehend befasste sich Fabry mit den natürlichen und künstlichen Bädern. Die wichtigsten in der Schweiz kannte er aus eigener Anschauung; Leuk, oder wie er es auch nannte, das Walliserbad hatte im er im Jahre 1617 besucht, um sich über die Wirkung der dortigen Quellen zu unterrichten. Er referierte darüber in der Schrift von der Erhaltung der Gesundheit, versäumte aber auch nicht, auf manchmal ungünstig verlaufende Badekuren hinzuweisen; dies jedoch nur, um die Notwendigkeit einer rechten Ordnung des Bades zu betonen. Für Kranke mit "hitziger" Leber und Hauptflüssen auf die Brust, also mit Katarrhen, hielt er den Besuch von Leuk nicht für angebracht. Gut seien die dortigen Bäder für Leute mit "pituitosischer Komplexion", insbesondere bei allen feuchten und kalten Krankheiten. Die Wirkung des Bades erkannte man am Auftreten eines etwas juckenden Hautausschlages, der als eine Ableitung des Krankheitsstoffes auf die Körperoberfläche gedeutet wurde. Beim Griesbacher Sauerbrunnen kennt Fabry eine lange Kiste von Wirkungen, die an jungen blutreichen Personen zu erwarten sind. Für phlegmatische Leute, die kurzatmig sind und an Schwindsucht leiden, sei eine Kur mit Griesbacher Sauerbrunnen nicht zu empfehlen.

Am meisten Verdienst erwarb sich Fabry um Bad Pfäfers in Graubünden. Als er 1610 mit dem Fürsten Radziwil und dessen Gefolge dort weilte, besichtigte er alle Anlagen genau und fertigte ein Modell davon aus Holz, Papier und Lehm an. Nach diesem ist die Abbildung gezeichnet, die als Holzschnitt oder Kupferstich Fabrys Beschreibung beigegeben ist. Seine Darstellung berücksichtigte die Geschichte und die Lage des Bades sehr ausführlich. Die Temperatur des Quellwassers sei allen Besuchern höchst angenehm, sie bekomme sowohl den hitzigen wie den kalten Naturen. Ganz besonders betonte Fabry die Eignung dieses Bades zur Behandlung von Gliederweh sowie von alten Schäden und Geschwüren. Da angegeben wurde, das Wasser "mög diejenigen nicht leiden, die mit Quecksilber umgehen" ( das heißt wohl die Syphilitischen ) machte Fabry ein Experiment:

 
Er ließ einen seiner Lehrjungen mit Quecksilbersalbe bestreichen, nur Kopf und Brust blieben frei; dann ließ er ihn ins Bad sitzen, doch gab es keinerlei Veränderung. Sicherheitshalber wiederholte Fabry den Versuch an sich selbst mit dem gleichen Ergebnis.
Auch Baden im Aargau kannte Fabry aus eigener Anschauung. Er gab aber von diesem Ort keine nähere Beschreibung oder Beispiele der Anwendung. Von kleineren Bädern in der Nähe Berns nannte er Blumenstein und Neuhaus sowie Bonn, von dem er schrieb, er wolle "seine Sichel nicht an die Ernte der Freiburger setzen", das heißt, er wolle den Freiburger Kollegen dort nicht Konkurrenz machen. Einzelheiten aus diesen Orten fehlen. Grundsätzlich stellte Fabry fest, dass heiße Bäder bei alten Schäden und Geschwären eher schädlich sind. Gegen künstliche Mineralbäder war er recht skeptisch, insbesondere lehnte er solche mit Alaungehalt bei Gliederweh ab. Auch von Dampfbädern hielt er nicht viel, dagegen ließ er Fußbäder in Pflanzenabkochungen - zwei Stunden nach einem leichten Nachtessen - bei Schwindel, Katarrh und schwacher Verdauung gelten.
Haben die vorstehenden Seiten Fabry als Arzt gezeigt, der in seinen Wahrnehmungen zwischen höchster Realität und stärkstem Aberglauben pendelt, so mögen die folgenden Zeilen ihn noch als wundergläubiges Kind seiner Zeit erkennen lassen. Mit vollem Ernst interessierte er sich für Apollonia Schreyer, die angeblich jahrelang ohne Nahrungsaufnahme lebte. Er hatte sie 1607 mit Dr. Lentulus in Bern besucht. Bei seine Anwesenheit in Mörs lernte er Eva Flegen kennen, die vorgab, nichts zu essen, nur ihre Lippen würden von Zeit zu Zeit mit einer süßen Feuchtigkeit benetzt. Groß war darum Fabrys Kummer, als ihm bekannt wurde, dass es sich in beiden Fällen um Betrug handelte. Indessen hatte Fabry nicht allein an die Erzählungen und Berichte über solche Wunder geglaubt. Trotz des gegenteiligen Rates einiger guter Freunde ließ er auch nach der Aufdeckung des Schwindels seine Mitteilung in der ursprünglichen Form als Warnung für die Leser weiter in seinen "Observationes" stehen.