„Wie viel schlafende Musik im Gehölz der Zweige“ – Ein Raum in Wort und Klang

„Wie viel schlafende Musik im Gehölz der Zweige“ – Ein Raum in Wort und Klang

Ort: Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums Benrather Straße 32, 40721 Hilden, Deutschland

„Wie viel schlafende Musik im Gehölz der Zweige“ – Ein Raum in Wort und Klang

Lesung von Katharina Gun Oehlert und Karola Pasquay, Klang
10.11.2017 | 19.30 - 21.00 Uhr

Eintrittskarten zum Preis von 13,50 Euro sind eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.

2012 1 28 Pasquay OehlertKatharina Gun Oehlert und Karola Pasquay„Wie viel schlafende Musik im Gehölz der Zweige“ ist der Titel der diesjährigen Veranstaltung mit Katharina Gun Oehlert (Lesung) und Karola Pasquay (Musik) in Gedenken an die Reichspogromnacht. Die Lesung, die vom Kulturamt der Stadt Hilden und dem Wilhelm-Fabry-Museum präsentiert wird, findet am Freitag, 10. November um 19:30 Uhr im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums, Benrather Straße 32a, statt.

Nelly Sachs ©Alfred Nobel FoundationNelly Sachs ©Alfred Nobel FoundationDer Abend ist der Lyrikerin Nelly Sachs gewidmet, die sich als Jüdin 1940 in letzter Minute vor der Einweisung in ein Konzentrationslager mit ihrer Flucht nach Schweden retten konnte. Die Schönheit und Subtilität ihrer Sprache verknüpft sich in besonderer Weise mit der Klarheit ihrer Aussagen, ohne in Worte der Anklage oder des Hasses zu verfallen. Aus dem Exil Stockholm verfolgt sie den Wahnsinn des Holocausts - die Solidarität mit den unzähligen Opfern des Nationalsozialismus ist in vielen ihrer Gedichte fast körperlich spürbar. Ihr Gesamtwerk öffnet sich im Laufe der Jahre und stellt sich auch anderen elementaren Fragen des Daseins. Nelly Sachs blieb Zeit ihres Lebens in Schweden und kehrte nie nach Deutschland zurück.

Karola Pasquay ist für die musikalische Ebene verantwortlich. Ohne illustrieren zu wollen, setzt sie in der Sprache der zeitgenössischen Musik in Improvisationen und Klangcollagen Akzente. Katharina Gun Oehlert liest eine Auswahl der Gedichte. Beide Künstlerinnen arbeiten seit mehr als zehn Jahren zusammen und haben viele gemeinsame Abende im Gedenken an jüdische Dichterinnen und Dichter gestaltet, die von der Presse als atmosphärisch berührend und beeindruckend gelobt wurden.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Kulturamt der Stadt Hilden und dem Wilhelm-Fabry-Museum.

2017-11-10 19:30:00
2017-11-10 21:00:00