Friedrich von Esmarch und die Anästhesie im Krieg

Friedrich von Esmarch und die Anästhesie im Krieg

Ort: Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums Benrather Straße 32, 40721 Hilden, Deutschland

Kategorien: Vortrag

Vortrag von Dr. Heike Petermann

Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

30.11.2017 | 19.30 - 21.00 Uhr
Eintritt: 5,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

„Ich würde kein Bedenken tragen, von Esmarch zu den Genies zu rechnen, wenn er auch in seinem Leben nichts geschaffen hätte als die künstliche Blutleere.“ So beurteilte August Bier die Lebensleistung seines Lehrers Friedrich von Esmarch (1823-1908). Doch auch dessen 1877 vorgestelltes Set für die Anästhesie, mit einer Maske für die Äthertropfnarkose, einer Tropfflasche und einer Zungenzange, um das Verlegen der Atemweg zu verhindern, wurde sehr populär. Dieses war primär für das Militär-Sanitätswesen entwickelt worden.

2017 11 30 Esmarch TuchNachfolgende Generationen orientierten sich an ihm wie seinem Handbuch der kriegs-chirurgischen Technik. Aus dem „ersten Verband auf dem Schlachtfelde“ entstand das Dreiecktuch, das bis heute in jeden Notfallkoffer gehört. Bereits im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-65) gehörte die Narkose zu einer Operation. Dies galt auch für den Ersten und Zweiten Weltkrieg, auch weil sich die Anästhesie im Krieg weiterentwickelt hatte.

Dr. Heike Petermann ist Mitglied des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Geschichte der Anästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und des Wissenschaftlichen Komitees des Deutschen Anästhesie-Congresses.

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