Jean-Auguste-Dominique Ingres
* 29. August 1780 in Montauban, † 14. Januar 1867 in Paris

Ingres war einer der bekanntesten französischen Porträt- und Historienmaler.

Sein Vater Joseph I. war Bildhauer und Stuckateur, er unterrichtete seinen Sohn sehr früh in Musik und Zeichnen. Bereits mit 11 Jahren ging Ingres an die königliche Akademie von Toulouse. Gleichzeitig spielte er Violine im Orchester. 1796 wurde er Schüler des berühmten Historienmalers Jacques-Louis David an der École des Beaux-Arts in Paris. Von da an war ihm klar, dass er Maler werden wollte. In seinen Bildern versuchte Ingres Natürlichkeit und Idealformen zu vereinen.

Mit einem herausragenden Gemälde gewann er den begehrten Rompreis, zu dem ein Rom-Stipendium gehört. Seinen Aufenthalt in Italien trat er 1806 an und studierte an der französischen Akademie in der Villa Medici in Rom. Er bekam 1825 vom König das Kreuz der Ehrenlegion verliehen und wurde zum Professor an der Ecole des Beaux-Arts berufen. Ab 1835 lebte und arbeitete Ingres wieder in Rom, da seine Bilder in Frankreich nicht die Anerkennung erhielten, die er sich erhoffte. Später erkannte man doch den Wert seiner Arbeiten und eröffnete 1851 ein eigenes Museum für seine Kunstwerke. Ingres beschäftigte sich im Laufe seines Lebens immer wieder mit der Darstellung von Badenden und Badeszenen, so gehören u.a. „Das türkische Bad", „Die große Badende" zu seinen bekanntesten Werken. Weitere wichtige Arbeiten sind ebenfalls „Napoleon I. auf seinem kaiserlichen Thron", „Die Apotheose Homers" und „Antiochus und Stratonike". Auf der Weltausstellung 1855 in Paris konnte Ingres eine umfangreiche Werkschau von 69 Gemälden präsentieren. Durch diese Ausstellung stand er im Fokus der Öffentlichkeit.
Am 14. Januar 1867 verstarb Jean-Auguste-Dominique Ingres in Paris.


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