Georges-Pierre Seurat
* 2. Dezember 1859 in Paris; † 29. März 1891 ebenda
Georges-Pierre Seurat war ein französischer Maler und einer der wichtigsten Vertreter des Pointillismus.
Georges-Pierres Vater war ein wohlhabender Gerichtsdiener im Ruhestand. Seine Mutter Georges Ernestine Faivre kam aus einer Familie der wohlhabenden Pariser Mittelschicht. Sein Onkel Paul Haumonté-Faivre war Amateurmaler und begeisterte ihn für die Kunst. 1875 bis 1877 nahm Georges Seurat Zeichenkurse an einer städtischen Abendschule. Und bereits ein Jahr später wurde er an der École des Beaux-Arts aufgenommen. Er verließ die Akademie sehr bald, da er sich nicht mehr mit den Lehrinhalten identifizierte. Er setzte sich mit optischen Problemen auseinander und beschäftigte sich ebenfalls mit Physik, Geometrie und verschiedenen theoretischen Werken. Mit großer Begeisterung las er das Buch über den Simultankontrast der Farben und den Farbkreis von Eugène Chevreul. Er setzte sich intensiv mit der Farbtheorie auseinander und führte Versuche auf Holztafeln und Leinwänden durch, indem er die Farben einmal mischte und einmal getrennt als Farbpunkte auf die Leinwand setzte. Dieses Prinzip nennt man auch additive Farbmischung. Aus einer bestimmten Entfernung erhalten diese Farbtupfer im Auge des Betrachters eine größere Leuchtkraft und verschmelzen mit einander. Er befreundete sich mit dem Künstler Paul Signac, der sich ebenfalls mit dieser neuen Maltechnik befasste. Im Jahr 1886 stellte Seurat sein Bild „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte" und neun weitere Werke in der letzten Ausstellung der Impressionisten aus. Alltägliche Sonntagsausflüge und Badeszenen interessierten ihn. Seinen großformatigen Gemälden gingen zahlreiche Studien voraus, um die Wirkung der Farbe und der strenggeometrischen Raumanordnung auszuprobieren.
Am 29. März 1891 verstarb Georges Seurat an Diphtherie.


  • Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte
  • Badestelle in Asnières