Franz Stuck
seit 1906 Ritter von Stuck
* 23. Februar 1863 in Tettenweis, Landkreis Passau, Niederbayern; † 30. August 1928 in München

Franz Stuck war ein wichtiger Vertreter des Jugendstils.

Franz Stucks Vater war Dorfmüller. Während Franz Schulzeit entstanden bereits viele Zeichnungen, die auch in Zeitschriften veröffentlicht wurden. 1881 besuchte er die Kunstgewerbeschule und die Akademie in München. 1882 wurde Franz Stuck mit seinen Allegorien- und Emblementwürfen für den Verlag Gerlach & Schenk in Wien im Alter von 22 Jahren bekannt. Für die Zeitschrift „Fliegende Blätter" zeichnete er Karikaturen. Ende der 1880er Jahre begann er in Öl zu malen.

1892 gründete Stuck mit Wilhelm Trübner die „Münchner Sezession". Drei Jahre später wurde Stuck Professor an der Akademie und unterrichtete unter anderem Wassily Kandinsky, Paul Klee, und Heinrich Strieffler. Zu seinen künstlerischen Vorbildern zählten Lenbach, Hans Holbein d. j. und vor allem Arnold Böcklin. Letzterer regte Franz Stuck auch zu seinen Bildthemen an. Oft sind es unwirkliche Darstellungen. Fabeln und mythologische Szenen inspirierten ihn zu allegorischen und erotisierenden Geschöpfen. Oft malte er einen sehr dunklen Hintergrund, vor dem die Geschöpfe zu leuchten scheinen. Für viele seine Bilder schnitzte er die Rahmen selbst. Er entwarf im Auftrag des Kölner Schokoladeproduzenten Ludwig Stollwerck Sammelbilder für Stollwerck-Sammelalben. 1906 wurde Stuck mit dem Verdienstorden der Bayerischen Krone ausgezeichnet und in den Adelsstand erhoben.
Am 30. August 1928 starb der Künstler in München.


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