Honoré Daumier
* 26. Februar 1808 in Marseille; † 10. Februar 1879 in Valmondois, Val-d'Oise

Der französischer Maler, Bildhauer, Grafiker und Karikaturist ist ein wichtiger Vertreter des Realismus. Bedeutend sind seine politischen und sozialkritischen Karikaturen.

Daumiers Vater war Glasermeister. 1816 zog die Familie nach Paris. Im Museum Louvre schaute sich Honoré begeistert vor allem die Werke von Tizian, Rubens und Riberas an. Er nahm Zeichenunterricht und ging 1822 an die Académie Suisse. Seine ersten Lithographien veröffentlichte Daumier in der Zeitschrift „La Silhouette". Als Vorlagen für seine Zeichnungen von bekannten Zeitgenossen wie Politiker oder Journalisten, modellierte er eine Vielzahl von kleinen Portraitplastiken. Die Zeichnen erschienen in „La Caricature". Daumiers Malereien zeigen das einfache Volk, darunter Wäscherinnen, Lastenträger und Bauarbeiter. Es sind sozialkritisch motivierte Darstellungen, die jedoch die Größe der einfachen Menschen betonen. Auch ließ er sich für seine Bilder durch literarische Themen inspirieren. Daumier arbeitet stark mit einem Hell-Dunkel-Kontrast und betont deutlich die zeichnerischen Umrisslinien. Ab 1835 wurde die Pressefreiheit eingeschränkt, das bezog sich auch auf die Karikaturen, die Daumier vom König und Politikern machte. Etwa ab 1848 hielt er engen Kontakt zur realistischen Schule von Barbizon.
Im Alter erblindete der Künstler und starb 10. Februar 1879 verarmt. Der Umfang seines grafischen Werks umfasst mehr als 4000 Lithografien und über 1000 Holzschnitte. Ebenfalls entstanden um die 300 Gemälde.


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