van Honthorst Gerrit Gerrit van Honthorst
* 4. November 1592 in Utrecht; † 27. April 1656 ebenda

In der Familie von Gerrit van Honthorst gab es viele angesehene Künstler. Dieser beruflichen Tradition folgte Gerrit und lernte bis 1606 bei dem niederländischen Maler Abraham Bloemaert. Danach zog er nach Italien. Beeindruckt von den realistischen und ausdrucksstarken Bildern Caravaggios übernahm er wesentliche Stilelemente des frühbarocken Künstlers für seine Werke. Besonders das künstliche, meist nicht lokalisierbare Licht, das eine dramatische Stimmung unterstreicht, findet sich in seinen späteren Arbeiten wieder. 1620 wurde die Malschule der „Utrechter Caravaggisten" gegründet. Zu den wichtigsten Künstlern zählten neben Gerrit van Honthorst Hendrick Terbrugghen und Dirck van Baburen. Zurück in den Niederlanden wurde Gerrit 1622 Mitglied in der Utrechter Lukasgilde. Sein Werk wurde von den europäischen Höfen sehr geschätzt. In England malte Honthorst für Karl I. ein Gemälde der königlichen Familie. Wieder in Holland wurde der Künstler ab 1637 von den beiden Prinzen von Oranien, Friedrich Heinrich und Wilhelm II., zum Hofmaler ernannt.


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