Gervex HenriHenri Gervex
* 10. Dezember 1852 in Paris; † 7. Juni 1929 in Paris

Henri Gervex Vater Félix Nicolas Gervex war Klavierbauer. Bereits im Alter von 15 Jahren durfte Henri im Atelier des Malers Pierre-Nicolas Brisset malen. Drei Jahre später trat er in die 152. Bataillon der Nationalgarde ein.

Im Jahr 1871 wurde er in die École Nationale Supérieure des Beaux-Arts im Atelier des Historienmalers Alexandre Cabanel angenommen und studierte auch bei dem Schriftsteller und Maler Eugène Fromentin. In seinen frühen Arbeiten nahm er mythologische Themen zum Vorwand, um Nacktheit in seinen Bildern darstellen zu können. Später widmete er sich in seinen Bildern dem modernen Leben. Er wurde damit betraut, öffentliche Gebäude mit großen offiziellen Gemälden und Dekorationen auszustatten. Im Jahr 1876 lernt er den Avantgardekünstler Édouard Manet kennen.

Für seine Anerkennung als Künstler wurde Gervex 1889 zum Offizier der Ehrenlegion ernannt, einer hohen französischen Auszeichnung. 1890 wurde er zum Ritter des Sankt-Olav-Ordens und später auch zum Ritter des spanischen Ordens Carlos III. geschlagen. Im Jahre 1891 nahm er an der Internationalen Ausstellung der bildenden Künste in München teil. 1893 heiratete er Henriette Fauche, ein Jahr später wurde die Tochter Colette geboren. Er unternahm viele Reisen, so nach Italien und Russland. Kurz vor seinem Lebensende erkrankte er an den Augen. 1929 starb Gervex in Paris.


  • Vor der Operation