TurnerJoseph Mallord William Turner
* 23. April 1775 in London; † 19. Dezember 1851 in Chelsea, London

Der britische Maler William Turner gehört zu den führenden Vertreter der Romantik und ist Vorläufer impressionistischen Malerei.

Williams Vater war Barbier und seine Mutter war Tochter eines Schlachters. Sein Vater erkannte sehr früh das künstlerische Talent seines Sohnes und ließ ihn in seinem Geschäftslokal seine Bilder ausstellen. Bereits mit 14 Jahren bekam er ein Stipendium und konnte an der Royal Academy studieren. Er reiste quer durch Europa, das Erlebte hielt er in Skizzen fest, die als Vorlage für seine Aquarelle und Gemälde diensten. 1796 stellte Turner sein erstes Ölgemälde („Fischer auf See") aus. Drei Jahre später wurde er außerordentliches Mitglied der Royal Academy. Eines seiner künstlerischen Vorbilder war Claude Lorrains. Turner wurde 1811 Professor für Perspektive an der Royal Academy. Und galt in der Zeit bereits als einer der führendsten Landschaftsmaler.

Nach einer Italienreise, bei der ihm die Kraft des Lichtes sehr beeindruckte, änderte sich der Stil in seinen freien Bildern radikal. Er wurde viel freier, was für die damalige Zeit außergewöhnlich war. Ihm war die Farbe in seinen Bildern sehr wichtig, sie wurde von ihm meist pastos aufgetragen, so entstanden atmosphärische Bilder. 1815 war im Pazifik der Vulkan Tambora ausgebrochen, dieses Naturereignis hatte wohl langanhaltende Konsequenzen auf die Umwelt. Der erheblich längere Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre, verstärkte die farblich stimmungsvollen Sonnenuntergänge. Dieses Farbspektakel hielt der Künstler in seinen Bildern eindrucksvoll fest. Er schuf unverwechselbare Werke. Seine Hauptthemen waren Das Meer und die Schiffe, ebenso interessierten ihn dramatische Naturereignisse.

Turner starb 19. Dezember 1851 im Alter von 76 Jahren. Er hinterließ dem englischen Staat mehr als 20.000 Werke.


  • Frieden - Beerdigung auf dem Meer