Penck-A-RPenck, A. R. (eigentlich Ralf Winkler)
Deutscher Maler, Filmemacher, Schriftsteller, Musiker und Bildhauer
* 5. Oktober 1939 in Dresden

A. R. Penck wurde 1939 unter dem bürgerlichen Namen Ralf Winkler in Dresden geboren und lebte später in Berlin. Nachdem er 1955 an der Akademie in Dresden und Ostberlin abgelehnt wurde, begann er eine Ausbildung als Werbezeichner. Während seiner Schaffenszeit in der ehemaligen DDR legte er sich mehrere Pseudonyme zu, um diverse Kunstwerke leichter in den Westen schaffen zu können. Die Teilung Deutschlands spielt eine wesentliche Rolle in Pencks Malerei. Es entstanden Mitte der 60er Jahre mehrere großformatige Bilder, die in chiffrehafter Darstellungsweise prähistorischer Kunst mögliche kybernetische Modelle und Systeme visualisieren. Seine frühen Werke erinnern in ihrer Figurensprache an Paul Klee. Das "Grosse Weltbild" von 1965 gilt seit jeher als sein Schlüsselwerk. Penck erfand alle erdenklichen Situationen für das Verhältnis von Individuum und System, die sich in einfacher, aber eindrucksvoller Weise mit Modellen aus Pappe simulieren ließen.

Seine Kunst bewegt sich auf der Grenze zwischen Figur und Konzept. 1980 erfolgte seine Ausbürgerung in die Bundesrepublik, wo Penck seit seiner Beteiligung an der documenta 5 (1972) in Kassel und der Biennale in Venedig 1984 bereits zu den bedeutenden deutschen Zeitgenossen gezählt wurde. 1988 erhielt Penck eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie.
  • Rote Figur
  • Schwarz-Gelb