Miro-Ferra-JoanJoan Miró Ferra
Spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer, Vertreter des Surrealismus
* 20. April 1893 in Barcelona; † am 25. Dezember 1983 in Palma de Mallorc

Jean Miró Ferra absolvierte auf Anweisung seines Vaters 1907 eine kaufmännische Ausbildung, nahm aber trotzdem Kunstunterricht an der Akademie La Escuela de la Lonja. Von 1910 bis 1911 arbeitete er als Buchhalter für eine Metall- und Chemiefirma. Krankheiten und Zusammenbrüche überzeugten den Vater, dass Miró für diesen Beruf ungeeignet war. Er begann 1912 ein dreijähriges Studium bei Francesco Galí an der Kunstschule in Barcelona. Bei seiner ersten Einzelausstellung 1918 waren 64 Gemälde und Zeichnungen zu sehen. Im gleichen Jahr gründete er die "Agrupació Courbet". In den folgenden Jahren trat er mehrere Reisen nach Paris an, wo er sich ab 1919 aufhielt. Dort traf er auf Pablo Picasso und wurde durch den Kubismus und magischen Realismus stark beeinflusst. Ab 1939 hielt er sich in den USA auf. 1953 begann er die Arbeit an einer großen Keramikserie in Gallifa. Er erhielt 1954 den Grossen Preis für Graphik bei der Biennale in Venedig und 1959 den Guggenheim-Preis für Wandbilder der UNESCO. Miró zog 1956 nach Palma de Mallorca. 1968 wurde er Ehrendoktor der Harvard University. Joan Miró war eine beherrschende Figur der Modernen Kunst, Vertreter des Dadaismus sowie neben Salvador Dalí der führende Vertreter des Surrealismus in Spanien. Seine Bilder gleichen visuellen, von naiver Fantastik erfüllten Träumen und entwerfen einen heiteren Kosmos winziger Lebewesen, die sich über die Fläche ausbreiten. Im weiteren Verlauf lässt sich bei Miró eine immer stärkere Hinwendung zum Abstrakten bis zur vollkommenen Gegenstandslosigkeit erkennen.
  • Femme au miroir
  • Farbpunkte