Grabill-JohnJohn C. H. Grabill
Amerikanischer Fotograf im "Wilden Westen"

Obwohl John C. H. Grabill einer der bedeutendsten Fotografen des „Wilden Westens" ist, wissen wir über sein Leben nicht viel. Seine Fotos dokumentieren das Leben an den ehemaligen Westgrenzen (Colorado, South Dakota und Wyoming) Amerikas im ausgehenden 19. Jahrhundert.

Grabill eröffnete sein erstes Fotostudio 1886 in der Kleinstadt Sturgis im Dakota Territorium. Weitere folgten in Hot Springs, Lead und Deadwood. Dort machte er Aufnahmen von einheimischen Menschen und Soldaten, die sich für ihre Familienangehörigen porträtieren ließen. Viele der Fotografien von Grabill entstanden nach dem Massaker bei Wounded Knee im US-Bundesstaat South Dakota, bei dem 1890 hunderte von Lakota-Indianern durch die US-Armee ermordet wurden, um den letzten Widerstand gegen die „Weißen" zu brechen. In Studio- und Außenaufnahmen porträtierte er die überlebenden Indianer würdevoll in ihrer Tracht.

1891 zog Grabill nach Chicago und leitete dort bis 1894 ein Studio. Die meisten seiner Fotografien befinden sich in der Library of Congress, sie stellen ein wichtiges Zeitdokument über das Leben der Indianer und Cowboys dar.


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