goya francisco-jose-deFrancisco de Goya
Spanischer Maler, Radierer und Lithograph
* 30. März 1746 in Fuendetodos bei Zaragoza; † 16. April 1828 in Bordeaux
Francisco de Goya wurde 1746 in Fuendetodos bei Saragossa geboren. Mit 14 Jahren ging er in seiner Heimatstadt bei dem Barockmaler José Luzán in die Lehre. 1771 trat Goya in das Atelier Francisco Bayeus in Madrid ein. 1773 heiratete er Josefa Bayeu, die Schwester seines Lehrers. Er wurde zum Akademieprofessor ernannt. 1786 trat er anfangs als Maler des Königs und dann als Hofmaler zunächst in den Dienst des spanischen Königs Karl III. und ab 1788 in den Karls IV. In dieser Zeit entstanden viele Adelsporträts, zu denen mehrere Bildnisse der Herzogin von Alba zählen. Kurze Zeit später verlor der Künstler durch eine Krankheit sein Gehör. In diesem Zeitraum änderte sich auch seine Kunst. Es entstanden düstere, dem Traum entlehnte Bildwelten, in denen sich erlebte oder beobachtete Situationen widerspiegelten. Goya konzentrierte sich immer mehr auf die Druckgrafik. Diese ermöglichte es ihm, eigene Motive in Auflage herzustellen und diese auf dem freien Markt zum Verkauf anzubieten. Zu seinen wichtigsten Serien, die auf geschichtliche und politische Ereignisse anspielen, zählen Los Caprichos (ca. 1796/1797, Erstveröffentlichung 1799) und Desastres de la Guerra (1810 – 1820). Das bedeutendste Werk zu den Folgen der napoleonischen Herrschaft ist „Die Erschießung der Aufständischen vom 3. Mai 1808" (1814). Unter Ferdinand VII. wurde Goya erneut Hofmaler. 1819 zog sich Goya zurück auf sein Landhaus „Quinta del Sordo" („Landhaus des Tauben"), dessen Wände er mit düsteren Szenen bemalte. Wegen seiner liberalen Ansichten fürchtete er eine politische Verfolgung und ging 1824 nach Frankreich. 1828 starb Goya in Bordeaux.


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