Caspar David FriedrichCaspar David Friedrich
Deutscher Maler und Radierer, Hauptvertreter der Romantik
* 5. September 1774 in Greifswald; † 7. Mai 1840 in Dresden

Caspar David Friedrich beginnt seine künstlerische Laufbahn schon sehr früh. Mit sechs Jahren wird er von Johann Gottfried Quistrop im Zeichnen unterrichtet. Zu seiner Zeit gehörte seine Geburtsstadt Greifswald noch zum schwedischen Königreich. So verwundert es nicht, dass er 1974 sein Kunststudium an der königlichen Akademie in Kopenhagen begann. Er lernte bei bekannten Landschaftsmalern, unter anderem Nicolai Abraham Abilgaard, der Friedrichs Interesse für die Mythologie der nordischen Völker entfachte.

Über einem kurzen Stopp in Berlin zog es Friedrich vier Jahre später nach Dresden. Diese Stadt galt damals als die Hochburg der frühen Romantik. Schon 1799 kann er sich an einer Akademie Ausstellung beteiligen. Kurz darauf zieht es ihn wieder in seine Heimat zurück, und er malt in Greifswald und auf der Insel Rügen. Zurück in Dresden trifft der andere bekannte Künstler seiner Zeit. 1805 erhält er aus der Hand von Goethe, im Rahmen der Ausstellung der Weimarer Kunstfreunde, für zwei seiner Gemälde einen wichtigen Preis.

Im Laufe der Jahre wird Friedrich immer berühmter und hat ein eigenes Atelier, in dem er seine Ölgemälde ausstellen kann. Über sein Gemälde „Kreuz im Gebirge“ entfacht sich ein Streit zwischen den Romantikern, denen Friedrich eher nahe steht, und den Klassizisten. 

Friedrich hält sich immer wieder für längere Zeit in der freien Natur auf, wo er seine Studien als Skizzen fertigt. Ein weiterer Durchbruch gelingt ihm als 1810 der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm bei einer Ausstellung in Berlin zwei seiner Gemälde kauft. Danach wird er Mitglied der Berliner und etwas später auch der Dresdner Kunstakademie.

Ein weiterer prominenter Kunde, der spätere Zar Nikolai I., wird zu seinem Hauptauftraggeber. Zusammen mit einem Künstlerkollegen erhält Friedrich 1824 einen Lehrstuhl an der Kunstakademie in Dresden. Doch seine damals schon angeschlagene Gesundheit ließ es nicht zu, dass er länger in Dresden blieb. Schon 1825 verbrachte er Kuraufenthalte auf Rügen und in Teplitz. Aufgrund einer sehr umstrittenen Schrift über aktuelle Kunstströmungen geriet Friedrich mehr und mehr ins Abseits. Nach einem Schlaganfall 1835 konnte er nicht mehr malen. Zu seinem Todeszeitpunkt im Jahre 1840 war seine Kunst schon fast in Vergessenheit geraten.

Caspar David Friedrich ist einerseits ein genauer Beobachter der Natur, andererseits verfremdet er diese und überhöht sie. Von den Malern des Biedermeier grenzt er sich deutlich ab. Er ist einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Romantik.


  • Kreidefelsen auf Rügen
  • Zwei Männer in Betrachtung des Mondes