arcimboldo guiseppe

Arcimboldo, Giuseppe

um 1527 in Mailand geboren, am 11.7. 1593 in Mailand gestorben.

Der italienische Maler wurde vor allem durch phantastisch-allegorische Bildkompositionen berühmt. Aus der Sicht der zeitgenössischen Malerei wird eine gewisse Verwandtschaft zum modernen Surrealismus gesehen.
Die Grundlagen der Malerei erlernte er in der Werkstatt seines Vaters Biagio, mit dem er 1549-59 an Glasmalereien im Mailänder Dom arbeitete. Bereits 1562 erhielt er einen Ruf als Hofmaler an den Hof Kaiser Ferdinands I. in Prag, wo er mit gelegentlichen Zwischenaufenthalten in Wien, 27 Jahre in hohem Ansehen lebte. Er war ein sehr vielseitiges Talent und neben seiner Malerei auch als Ingenieur, Musiker und Arrangeur höfischer Feste tätig.
Seine in der Geschichte der Malerei einzigartige Stellung verdankte er vor allem seinem ungewöhnlichen Einfall, mit technischer Präzision gemalte Gegenstände durch raffinierte Gruppierung zu einer bestimmten Aussage, gewöhnlich zu einem Porträt, zu verfremden. 
So stellte er in seinen Bildern beispielsweise aus Büchern, Schreibgerät und Papieren ein Porträt des Bibliothektars dar.
In ähnlicher Weise schuf er in großformatigen Bildern auch Allegorien, etwa die Vier Jahreszeiten.


  • Der Gemüsegärtner
  • Der Herbst
  • Der Sommer
  • Sitzende Figur des Sommers