Parmigianino, Selbstporträt im konvexen Spiegel, 1523/24Parmigianino, Selbstporträt im konvexen Spiegel, 1523/24Parmigianino - eigentlich Girolamo Francesco Maria Mazzola
Italienischer Maler und Radierer des Manierismus
* 11. Januar 1503 in Parma; † 24. August 1540 in Casalmaggiore bei Parma

Er wurde als achter Sohn einer Handwerker- und Künstlerfamilie geboren. Sein vollständiger Namen lautete auf dem (lateinischen) Taufschein Jeronimus Franciscus Maria filius Philipi de Mazolis. Nach dem frühen Tod seines Vaters Filippo (1505) wurde er von seinen Onkeln väterlicherseits aufgezogen, die sein Talent förderten und ihn neben den humanistischen Fächern auch in Naturwissenschaften und Musik unterrichten ließen.
Trotz seines kurzen Lebens hat er eine große Zahl von Werken hinterlassen, die ihn als einen manierierten Nachahmer Correggios kennzeichnen, welcher namentlich die Körperverhältnisse extrem verlängerte. Charakteristisch dafür ist besonders die Madonna mit dem langen Hals (Florenz, Uffizien).
Eine der bekanntesten Formulierungen bezüglich Parmigianino ist Vasaris (Neuausgabe 2004, S. 21) Vergleich des Parmensers mit Raffael: „Später sagte man, daß der Geist Raffaels in den Körper Francescos übergegangen sei, da man sah, daß dieser junge Mann in der Kunst außergewöhnlich, in den Umgangsformen höflich und anmutig wie Raffael war, und, was noch höher wiegt, weil man hörte, wie sehr er sich bemühte, ihn in allen Dingen, vor allem aber in der Malerei nachzuahmen."


  • Selbstbildnis im Konvexspiegel